Spielen mit Blick auf den Müllplatz. (Leserbrief zum „Sonntagsfrühstück am Müllspielplatz“, BZ 23.7.15)

Ich nehme Bezug auf den am 21.07.15 in der BZ-Freiburg-Stadt auf Seite 28 veröffentlichten Artikel über die Situation zweier Spielplätze in Freiburg Weingarten.

Viele Eindrücke hat es bei mir hinterlassen, dass Protestfrühstück vor dem Hochhaus Krozinger Strasse 52. Es waren eigentlich gute Rahmenbedingungen anzutreffen: Leckerer Kaffee, frische Brötchen, angenehme Temperaturen, freundliche Menschen und dazu passende schöne Livemusik. Daneben einen interessanten Abenteuerspielplatz und ziemlich nahe einen Spielplatz für die Kleineren. Doch halt etwas störte gewaltig, ja es machte mich fassungslos: Stinkender Müll, aufgerissene Mülltüten, der Unrat teilweise verstreut und überladen und das direkt zwischen zwei Spielplätzen. Befremdlich empfand ich offen zugängliche Müllhäuschen, dem gegenüber jedoch ein abgeschlossener Abenteuerspielplatz. Umgekehrt wäre es für die Kinder sicher besser, dachte ich. Als Vater inzwischen erwachsener Töchter stimmte mich das sehr traurig weil mir bewusst wurde mit welchen Zuständen die Kinder in ihrem Wohnumfeld konfrontiert werden und was sie gezwungenermaßen als Standard akzeptieren müssen. Der Soziologe Professor Baldo Blinkert erforschte die Aktionsräume von Kindern in 5 Städten und kam zu dem Ergebnis, dass Aktionsräume für die Lebensqualität der Kinder und deren Entwicklung ausgesprochen wichtig und prägend sind. Die Kinder sind unsere gesellschaftliche Zukunft. Sie sollen lernen Verantwortung zu übernehmen und sich als starke Persönlichkeiten in der Gesellschaft entwickeln. Dafür brauchen sie aber angemessene Rahmenbedingungen die in dem beschriebenen Umfeld nicht gegeben sind.

Liebe Verantwortlichen der Freiburger Stadtbau und der Kommunalpolitik: Sorgen sie dafür, dass der Müllplatz schnellstmöglich umgesetzt wird und aus dem Blickfeld der Kinder verschwindet!

Reiner Pöhl, Freiburg-Weingarten

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19.07.2015 Sonntagsfrühstück am „Müllspielplatz“

Am 19. Juli 2015 trafen sich etwa 25 bis 30 Menschen zu einem Sonntagsfrühstück. Kinder in der Krozinger Str. in Freiburg-Weingarten müssen immer noch auf zwei Spielplätzen spielen, die direkt (!) an einem Müllplatz liegen. Es ging darum, auf diese immer noch unerträgliche Situation für Kinder aufmerksam zu machen. Dies mit Musik, Information, Gesprächen, Kaffee und Brötchen. Das gute Wetter und gute Musik sorgten für gute Stimmung. Höhepunkt dieses Sonntagmorgens war der Bericht von Prof. Dr. Baldo Blinkert, Soziologe an der Universität Freiburg, über seine Studie zu Aktionsspielräumen von Kindern in verschiedenen Städten Baden-Württembergs. Der Titel:  Baldo Blinkert / Peter Höfflin / Alexandra Schmider / Jürgen Spiegel: „Raum für Kinderspiel!“. Eine Studie im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes über Aktionsräume von Kindern in Ludwigsburg, Offenburg, Pforzheim, Schwäbisch Hall und Sindelfingen. Lit Verlag Berlin 2015, FIFAS Schriftenreihe.

Zur weiteren Information:

(1) Das Flugblatt mit Informationen und Einladung zum „Sonntagsfrühstück am Müllspielplatz“:
bi4w Flugblatt : Einladung zum Sonntagsfrühstück 19-07-2015

(2) Beitrag zum aktuellen Stand der Diskussion
bi4w Beitrag zum Sonntagfrühstück am Müllspielplatz 19.07.2015

(3) Links zu öffentlichen Reaktionen:

Badische Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg-suedwest/spielen-mit-blick-auf-den-muellplatz–108055610.html

Homepage Freiburg Lebenswert (auch „tägliche Pflichtlektüre fürs Rathaus“ genannt), Text von Michael Managò:
http://freiburg-lebenswert.de/muellplatz-zwischen-zwei-spielplaetzen/

4) Leserbrief Reiner Pöhl, Badische Zeitung vom 25.07.2015:
http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/leserbriefe-xuplvv2yx–108311010.html

(4) einige Fotos:

Im Schwebezustand: Hassan Yahya darf vorerst bleiben

Am Freitag 26.06.2015 schilderte Hassan Yahya als Zeuge vor Gericht im Prozess sein Eingreifen gegen den Lindenwäldle-Messerstecher. Gleichzeitig wurde bekannt, dass seine Duldung vom 04. Juni auf Jahresende verlängert wurde. „bi4w – Bürgerinnen und Bürger initiativ für ein gutes Leben in Weingarten“ hoffen, dass dies nicht nur dazu dient, dass er als Zeuge zur Verfügung stehen kann, sondern dass ihm eine Perspektive eröffnet wird!

Zur Unterschrift unter die Petition „Keine Abschiebung für den Lebensretter Hassan Yahia (Freiburg Weingarten)“:
https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebung-fuer-den-lebensretter-hassan-yahya-freiburg-weingarten

Medienberichte zum aktuellen Stand:

=> SWR Fernsehen / Landesschau aktuell Baden Württemberg 25.06.2015:
Fall des Flüchtlings Hassan Yahya – Dem Helden von Freiburg droht die Abschiebung:

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/fall-des-fluechtlings-hassan-yahya-dem-held-von-freiburg-droht-die-abschiebung/-/id=1622/did=15729128/nid=1622/hbmuws/index.html

=> Badische Zeitung 26.06.2017:
Flüchtling – Freiburger Lebensretter – Duldung von Hassan Yahya:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburger-lebensretter-duldung-von-hassan-yahya-verlaengert–106799707.html

 

 

Zuerst: Zivilcourage am Lindenwäldle in Freiburg-Weingarten – Lebensretter Hassan Yahya

Zivilcourage am Lindenwäldle in Freiburg-Weingarten – Lebensretter Hassan Yahya

Viele Menschen freuen sich über das beherzte Eingreifen von Hassan Yahya an der Haltestelle Am Lindenwäldle in Freiburg-Weingarten. Ein junger Mann auf dem Weg zur Schule rettet dort einer Frau, die mit einem Messer angegriffen wurde, das Leben. Ein ganz besonderes Beispiel von Zivilcourage! Wir wollen dazu beitragen, dass diese Tat nicht so schnell vergessen wird. Dies mit folgenden Links auf Interviewausschnitte, Zeitungsartikel und Diskussionen im Netz:

https://www.youtube.com/watch?v=OnLKIiVB4yU

Badische Zeitung 17. November 2014:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/mutige-helfer-gegen-messerstecher–94932912.html

Badische Zeitung 22. November 2014:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/nach-dem-messerangriff-dem-opfer-geht-es-besser–95116843.html

http://fudder.de/artikel/2014/11/18/ex-freund-sticht-frau-nieder-was-ihr-lebensretter-sagt/

https://de-de.facebook.com/badischezeitung.de/photos/a.10150089426081123.276984.177670301122/10152405188276123/

 

An dieser Stelle sei auch an einen anderen jugendlichen Helden erinnert. Der 16-Jährige hat im Jahre 2012 im Freiburger Südwesten verhindert, dass ein Flüchtlingsheim abbrannte. Damit hat er – nach dem Urteil von Feuerwehr und Polizei – vielen Menschen das Leben gerettet:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/brand-in-freiburger-heim-16-jaehriger-rettet-bewohner–67340301.html

 

 

Dann: Lebensretter soll abgeschoben werden? Petition

LEBENSRETTER HASSAN YAHYA – SOLL ABGESCHOBEN WERDEN?
PETITION

  1. Nadine Zeller: „Ein geduldeter Held – Lebensretter aus Freiburg droht Abschiebung“
    Badische Zeitung am 23.05.2015:
    http://www.badische-zeitung.de/ein-geduldeter-held–105233818.html  14.06.2014
  1. Leserbriefe in der Badischen Zeitung vom 30.05., 12.06. und 13. 06.2015
    zu: „Ein geduldeter Held“, Beitrag von Nadine Zeller (Die dritte Seite, 23. Mai 2015):
  1. P E T I T I O N:
    „Keine Abschiebung für den Lebensretter Hassan Yahya (Freiburg-Weingarten)“=> hier Link für Unterschriften unter die Petititon „Keine Abschiebung für den Lebensretter Hassan Yahya Freiburg-Weingarten“:
    https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebung-fuer-den-lebensretter-hassan-yahya-freiburg-weingarten=> hier Link zum vollständigen Text der Petition:
    Lassana Bathily und Hassan Yahya Petition (Petition und Begründung, ungekürzte Fassung)
  2. Nadine Zeller: Lebensretter droht die Abschiebung“
    Schwäbisches Tagblatt, 13.06.2015:
    http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/nachrichten-newsticker_artikel,-Lebensretter-droht-die-Abschiebung-_arid,306033.html 14.06.2015

Prof. Baldo Blinkert: „Sauberkeit ist das Mindeste“; neue Studie

Prof. Dr. Baldo Blinkert am 30.05.2015 an bi4w:

– „Sauberkeit ist das Mindeste“

– „Wohnumfeld (ist wichtig) für die Lebensqualität und für die Entwicklungschancen von Kindern“

– „Sind die Ressourcen der Familie ungünstig, dann reproduziert sich das in einer für Kinder

schlechten Aktionsraumqualität. So scheint das auch in Weingarten zu sein.“

 

Sehr geehrte bi4w,

ich bin entsetzt, wie wenig dafür getan wird, dass Kinder

in Weingarten über einen zumindest sauberen Spielplatz

verfügen – dabei ist Sauberkeit das Mindeste, wichtig sind

auch andere Aspekte, die Kinder zu einem kreativen Spielen

ermuntern und ihnen das auch ermöglichen. Wir haben gerade

eine Studie* abgeschlossen, in der wir zeigen konnten, wie

wichtig das Wohnumfeld für die Lebensqualität und für die

Entwicklungschancen von Kindern ist. Wir konnten auch

zeigen, dass ein für Kinder günstiges Wohnumfeld nicht

zufällig in den Städten verteilt ist. Es gibt den bekannten

Selektionseffekt: Sind die Ressourcen der Familie

ungünstig, dann reproduziert sich das in einer für Kinder

schlechten Aktionsraumqualität. So scheint das auch in

Weingarten zu sein. Ich wünsche Ihnen Standfestigkeit und

Erfolg bei Ihrem Engagement.

Herzliche Grüße

Baldo Blinkert

On Fri, 29 May 2015 19:05:11 +0200
bi4w <bi4w@gmx.de> wrote:
_____________________________________________________
Prof. Dr. Baldo Blinkert
Uni Freiburg – Institut für Soziologie
Rempartstr. 15, 79085 Freiburg
internet:
http://www.soziologie.uni-freiburg.de/personen/blinkert
Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft
(FIFAS)
Erasmusstr. 16, 79098 Freiburg
Tel. 07664 501220

* Literaturangabe zur erwähnten Studie:

B.Blinkert et al.: Raum für Kinderspiel!, Berlin 2015.
Das Buch ist für rund 20€ im Buchhandel erhältlich und zu
einem noch günstigeren Preis beim Deutschen
Kinderhilfswerk, Berlin, das auch die Studie gefördert hat.

März bis Juli 2015: Unsere Briefe ans Rathaus und an die Stadtbau

Wir stehen in Korrespondenz mit Frau Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Herrn Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag, Herrn Dennis Voss von der Freiburger Stadtbau sowie einzelnen Stadträten.

Frau Stuchlik hat uns am 22.04.2015 und am 21.05. 2015 geantwortet. Leider hat sie uns keine ausdrückliche Genehmigung zur Veröffentlichung ihrer Briefe auf unserer Homepage gegeben. In unseren Antwortschreiben und Stellungnahmen werden jedoch die wesentlichen Teile aus ihren Briefen zitiert, sodass sich die Leser/innen doch ein Bild von ihren Briefen machen können.

Hier finden Sie unsere Brief an

– BMin Stuchlik vom 31.03.2015, vom 16.05.2015 und vom 25.05.2015

­– BM Haag vom 25.05.2015 und vom 05.07.2015

– Hr. Voss / Stadtbau vom 16.05.2015.

Brief an Herrn Voss von der Freiburger Stadtbau vom 16.05.2015

bi4w – Bürgerinnen und Bürger initiativ für ein gutes Leben in Weingarten

E-Mail: bi4w@gmx.de

Freiburg – Weingarten, 16.05.2015

Kinderspielplatz an der Krozinger Straße 52 in Freiburg–Weingarten
(sog. „Müllspielplatz“)

 

Sehr geehrter Herr Voss,

wir haben uns vor einer Zeit bei einer Veranstaltung zum Perspektivplan Freiburg – wenn auch nur kurz – gesprochen.

Sie haben darum gebeten, Ihnen die Pläne zu schicken, die wir am Technischen Rathaus erhalten haben, die aber auch öffentlich einsehbar sind, wenn man sich mit der Suche danach im Internet etwas auskennt.

Das soll hiermit endlich geschehen. Es tut mir leid, dass wir so lange gebraucht haben. Es sind aktuelle Pläne vom März 2015. Wir schicken Sie Ihnen auf Papier, weil zur Zeit unser Scanner streikt.

Die gelb markierte Fläche ist im Besitz der Stadt Freiburg, die anderen Flächen sind im Besitz der Freiburger Stadtbau. Wir denken, dass die Pläne – entgegen der bei der Begehung am 03.03.2015 geäußerten Behauptung – zeigen, dass die Eigentumsverhältnisse bei der Krozinger Str. 52 sehr überschaubar sind und dass die Freiburger Stadtbau deshalb, bezüglich des Grundstücks, vollen Handlungsspielraum hat, was die mögliche Realisierung unseres Lösungs- / Verlegungsvorschlags angeht.

Wir wollen Sie noch darauf hinweisen, dass die Initiative bi4w am Wochenende einen Antwortbrief an Frau Bürgermeisterin Stuchlik schickt. Dieser Brief wird zudem verschiedenen Akteuren zugehen, die sich mit der Sache befasst haben bzw. nach Hinweisen, die bei uns eingegangen sind, damit noch befassen sollten; auch Frau Stuchlik hat ihren Brief an uns an verschiedene Adressaten schicken lassen.

Unser Brief wird – so denken wir – spätestens Montag auch in Ihrem E-Mail-Fach landen. Wir wollen ja möglichst transparent arbeiten.

Nicht zuletzt hoffen wir, damit Ihre Arbeit bei diesem Thema zu erleichtern.

Ihnen alles Gute,

mit freundlichen Grüßen

Konrad Braun
Sylvia Freudling

Brief an Bürgermeister Haag vom 25.05.2015

bi4w – Bürgerinnen und Bürger initiativ für ein gutes Leben in Weingarten
E-Mail: bi4w@gmx.de

Freiburg – Weingarten, 25.05.2015

Herrn

Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag
Stadtentwicklung und Bauen, Tiefbau mit Verkehrsplanung, Stadtgrün, Gebäudemanagement

Per Mail: dez-V@stadt.freiburg.de

Kinderpielplatz an der Krozinger Straße 52 in Freiburg – Weingarten
(sog. „Müllspielplatz“);

Sehr geehrte Herr Bürgermeister Prof. Dr. Haag,

der Badischen Zeitung vom 23. Mai 2015 entnehmen wir sehr erfreut Ihren Satz anlässlich der Einweihung des neu gestalteten Spielplatzes am Haierweg im Quartier Haid: „Die Stadt braucht Platz für Kinder.“

Das trifft sich sehr gut.

Denn wir beschäftigen uns seit letztem Sommer mit dem unhaltbaren Zustand von zwei Spielplätzen an der Krozingerstr. 52 in Freiburg – Weingarten. Das Problem ist, dass diese beiden Spielplätze unmittelbar an den Müllplatz angrenzen.

Gewaltige Müllmengen von 122 Haushalten müssen dort deponiert werden: direkt zwischen den beiden Spielplätzen!

Die Müllgefäße sind – nach unserer schon viele Monate andauernden Beobachtungen – zu klein, zahlenmäßig nicht ausreichend, und das Müllhäuschen kann die ganze Menge gar nicht fassen. Auch häufigeres Leeren und Aufräumen haben keine Verbesserung gebracht.

Kurz: Das führt – pädagogisch, ästhetisch und in jeder denkbaren Hinsicht – zu einem unerträglichen Zustand. Diesen haben wir auf unserer Homepage immer wieder dokumentiert.

Doch geht es nicht nur um das Thema Müll, sondern zuerst und vor allem darum, dass auch die Kinder Weingartens nicht so direkt und so nah am Dreck aufwachsen müssen. Es geht um das Thema Missachtung von Kindern.

Warum wenden wir uns nun an Sie? Wir wollen Sie

  1. über die Lage vor Ort informieren,
  2. über den Stand der Kommunikation mit Frau Bürgermeisterin Stuchlik (die ja mit ihrem Dezernat für die beiden Aspekte Abfall und Kinder und Jugendliche zuständig ist) informieren, die uns wegen einiger Punkte an Sie verwiesen hat, und
  3. Sie um Mithilfe bei der Lösung des Problems bitten, insoweit Ihr Dezernat hier einen Beitrag leisten kann.

Zu 1:

Zuerst zu Ihrer Orientierung einige Bilder zur Lage:

– Fotos vom 03.05.2015:
https://bi4w.wordpress.com/2015/05/24/03-05-2015-an-einem-sonntag-im-mai/

– Fotos vom 05.04.2015 Ostersonntag:
https://bi4w.wordpress.com/2015/04/07/05-05-2015-ostersonntag-am-mullspielplatz/

– Fotos vom 01.03.2015:
https://bi4w.wordpress.com/2015/03/02/01-03-2015-die-situation-nach-einem-halben-jahr/

– Fotos vom 27.09.2014 beim Kinderfest zum 25. Jahrestag des Forum Weingarten:
https://bi4w.wordpress.com/2014/10/03/test-galerie-keinderfest/#jp-carousel-214

– Fotos vom 08.08.2014:
https://bi4w.wordpress.com/2014/08/08/fotos-vom-mullspieplastz/

Zu 2:

Zur Lösung des Problems stellen (nicht nur) wir fest:

– Eine etwaige „kosmetische“ Verbesserung des jetzigen Metallgitterhäuschens, z.B. durch Holzverkleidung o.ä., ist keine Lösung. Es wäre immer noch ein Müllplatz direkt zwischen zwei Spielplätzen.

– Auch eine häufigere Leerung und Aufräumarbeiten haben keine Besserung gebracht. Unsere Dokumentation zeigt eher das Gegenteil.

– Also: Der Müllplatz muss verlegt werden.

Hierzu haben wir einen Vorschlag ins Gespräch gebracht, den wir auch Frau Bürgermeisterin Stuchlik in unserem Brief vom 16.05.2015 mitgeteilt haben. Er sieht folgendermaßen aus:

Am westlichen Rand des neu gebauten Radwegs, beginnend etwas nach dem nördlichen Ausgang aus der neuen Unterführung (unter der Opfinger Straße) bis zum Ende des Stadtbaugrundstücks bzw. bis zur Grenze des Grundstücks der Stadt (auf dem der Abenteuerspielplatz liegt) können entlang dieses Radwegs Häuschen für Müll aufgestellt werden: ansprechend, blickdicht, belüftet und in ausreichender Größe wie in der Bugginger 2, Bugginger 50 und im Binzengrün 9. Platz ist hierfür wohl genug vorhanden.

Die Häuschen wären für die Bewohner der Krozinger Str. 52 gut erreichbar und gleichzeitig weit genug von diesem Hochhaus entfernt, um den Müll nicht direkt vor der Nase zu haben; diese Müllhäuschen wären weiter vom Hochhaus Krozingerstr. 52 entfernt als die Müllhäuschen der Bugginger Straße 2, Bugginerstr. Str. 50 und Binzengrün 9 von den dazugehörigen Hochhäusern und auch von den Häusern der benachbarten Siedlung Katharina-von Bora-Staße; hier gibt es keine Klagen über etwaige Geruchsbelästigung;

soziale Kontrolle durch die Bewohner der Krozingerstr. 52 (ggf. auch technische Kontrolle mit Kameras) wäre dort sehr gut möglich.

Die Wiese zwischen Radweg und dem Haus Krozinger Straße 52 könnte trotzdem für Freizeitaktivitäten genutzt werden (für Grillen, Spielen u.a.) wie es etwa auch im Binzengrün 9 der Fall ist, wo solche Häuschen (ansprechend, blickdicht, belüftet) für Fahrräder und Müll ebenfalls auf der Wiese stehen.

Unsere Recherchen beim Technischen Rathaus / Grundbucheinsichtsamt haben darüber hinaus ergeben, dass die Eigentumsverhältnisse nicht kompliziert sind und die Stadtbau voll handlungsfähig ist.

Zu diesem Vorschlag weist uns nun Frau Bürgermeisterin Stuchlik in ihrem Brief an uns vom 21.05.2015 „darauf hin, dass … Nutzung bzw. Umwidmung von Grundstücken nicht in die Zuständigkeit des Umweltdezernates fallen. Hier bitte ich Sie um Kontaktaufnahme mit dem Dezernat V., Stadtentwicklung und Bauen.“

Zu 3:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Haag, wir wenden uns nun an Sie mit der Bitte,

  1. die von Frau Bürgermeisterin Stuchlik angesprochenen Punkte ggf. klären zu helfen,
  2. mit baufachlich kompetenten Vertretern Ihres Dezernates, mit Landschaftsarchitekten oder ähnlich kompetenten Berufsgruppen, das Problem zu beraten und von ihnen ggf. einen Vorschlag für evtl. erforderlich werdende bauliche Maßnahmen zu erbitten,
  3. zu prüfen, ob die Beseitigung des dargestellten unerträglichen Missstandes in der Krozinger Str. im Rahmen des in der Badischen Zeitung vom 23.05.2015, S.36 erwähnten Programms zur Sanierung von Kinderspielplätzen möglich ist, und
  4. uns ggf. weitere Punkte (die Nicht-Experten nicht unbedingt geläufig sind) zu nennen und uns auf evtl. notwendige Kontaktaufnahmen hinzuweisen.

Darüber hinaus: Kurz vor Versand dieses Briefes erfahren wir, dass die Stadtbau darüber nachdenkt, einen Architekten mit der konkreten Ausarbeitung unseres o.g. Vorschlags zu beauftragen. Wir bitten Sie, diese Entwicklung tatkräftig zu unterstützen, damit hierbei eine wirklich ernsthafte Prüfung zustande kommt.

Über unsere Kommunikation mit Frau Bürgermeisterin Stuchlik sind die Fraktionen des Gemeinderats sowie die Mitglieder des Bau- und des Kinder- und Jugendhilfeausschusses informiert. Dieses Schreiben schicken wir – entsprechend Hinweisen aus dem Gemeinderat – zur Information in Kopie an die Mitglieder des Bauausschusses des Gemeinderates.

Da wir keine Landschaftsplaner oder Architekten sind, beanspruchen wir selbstverständlich nicht, dass unser Vorschlag der beste und einzige ist. Für gründlich überlegt halten wir ihn allerdings schon. Ggf. sind wir natürlich gespannt auf geeignete neue Vorschläge.

Wir freuen uns über Ihr Engagement: „Die Stadt braucht Platz für Kinder.“

Im Fall der beiden Spielplätze an der Krozinger Str. ist es speziell so, dass es zwei schöne Plätze gibt, deren Qualität durch den Müllplatz aufs Äußerste gestört ist, und deren Qualität durch die Verlegung des Müllplatzes wiederhergestellt werden kann.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Zoran Misic • Jessica Misic • Bertold Metz

Beate Pöhl • Reiner Pöhl • Sylvia Freudling

Konrad Braun • Carina Pöhl • Elena Pöhl •

Matthias Freudling-Braun • Volker Radimirsch • Susanne Drost •

Patricia Busta • Hadi Parvizi • Brigitte Mark •

Sina Mark • Michal Grman • Dr. Monica Dragomir

Harald Pawellek • Martina Pawellek