„Ost-West-Gefälle“ in Freiburg

Rolf Böhme

Freiburger Oberbürgermeister von 1982 – 2002.
„Ganz gut gelungen“. Gespräch mit Rolf Böhme. In: Der Sonntag vom 03.08.2014, S.2:

„Eine Frage zum Beispiel, die das Rathaus lange beschäftigte, war das Ost-West-Gefälle. Es drückte aus, dass die Stadtviertel mit guter Infrastruktur im Osten lagen, während zwei Drittel der Bevölkerung im Westen wohnten und dort Mangel an Infrastruktur herrschte. … Wir haben im Westen 1986 die Landesgartenschau veranstaltet … der Dietenbachpark (wurde) angelegt … der Stadtteil an den öffentlichen Nahverkehr angebunden … der Stadtteil Rieselfeld wurde gebaut … das Kepler-Gymnasium … dorthin verlegt.
Es ist viel geschehen und von einem Ost-West-Gefälle hat dann niemand mehr gesprochen.

=>            Spricht wirklich keine/r mehr von einem „Ost-West-Gefälle“ in Freiburg?
=>             Welche Punkte spielen in dieser Frage – heute ­­– eine Rolle?

 

Dieter Salomon

Freiburger Oberbürgermeister seit 2002.
In: Jens Kitzler: Ost und West. Der Sonntag vom 26.01.2014, S. 3:

„Es gibt, bedingt durch die Attraktivität und die Grundstückspreise der Wohnlagen, ein materielles Gefälle von Ost nach West. … Das ist so. Das führt jetzt nicht zu einem Plan, das auf Dauer auszugleichen, denn es geht nicht.“

=>            Da spricht dann doch einer davon: Aber: Warum führt es „nicht zu einem Plan“?
=>            Ausgleichen? „… es geht nicht“: Schon aufgegeben?
=>             Ist Gefälle einfach da? Oder wird es gemacht?
=>             Fragen zur Perspektive: Was ist in Zukunft zu tun? Jetzt und „auf Dauer“? Und, genau so wichtig: Was ist zu unterlassen?

 

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