Brief an die Stadträte v. 20.07.2015: Einkaufswagensicherungen bei REWE in Weingarten-West am Else-Liefmann-Platz

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträtinnen und Stadträte,

im Frühjahr dieses Jahres haben die Einkaufsmärkte ALDI SÜD und EDEKA in  Weingarten-Ost Einkaufswagensicherungen einbauen lassen. Herrenlose, mit Müll vollgestopfte Einkaufswagen bestimmen dort nun nicht mehr das Stadtbild. Endlich!

Doch es gibt noch zu tun in Weingarten-West:

Im Mai 2014 teilte Frau Stachorski, die Pressesprecherin von REWE, mit, „eine detaillierte Berechnung der Kosten, die für die Installierung einer Wegfahrsperre  entstehen würden“, habe ergeben, „dass die tatsächlich zu investierende Summe die ursprüngliche Planung weit übersteigt.“ Wirtschaftlich stünde diese Maßnahme in keiner Relation zu den Umsätzen des Marktes.

Der Grund: Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hatte die Verlegung der Induktionsschleifen unter die Platten des Platzes zur Auflage gemacht. Dies hätte den Einbau so erheblich verteuert und das führte letztlich zum Rückzug der glaubwürdigen Bereitschaft von REWE, endlich tätig zu werden und die Sperren einzubauen.

Wie Sie sich sicher vorstellen können, war es nicht ganz einfach, REWE dazu zu bewegen, sich dieser Angelegenheit jetzt wieder neu anzunehmen.

Im April 2015 teilte Frau Stachorski von REWE mit, dass ein Angebot einer Firma vorliege, das REWE umgehend umsetzen würde. Die Genehmigung der Stadt liege jedoch noch nicht vor.

Bei einem Ortstermin am 11. Mai dieses Jahres mit dem Vertreter der Firma Gatekeeper Systems, mit dem Vertreter von REWE, mit Herrn Vasen vom GuT, mit mir und einer weiteren engagierten Bürgerin schien die Lösung des Problems greifbar nahe.

Doch nun tauchen Hindernisse auf: Für das Verlegen der Induktionsschleifen müssten vor dem Eingang zu REWE auf öffentlichem Gelände Schnitte in einige der dort verlegten Pflastersteine gefräst werden (siehe hierzu die Bilder mit dem Verlegungsplan im Anhang).

Herrn Vasen äußerte hierzu zuerst, dass „ästhetische Argumente“ dagegen sprächen. Fugenverläufe, die nachträglich geschnitten würden, störten das Fugenbild. Und auch die Gewährleistungspflicht der Firma, welche die Platten verlegt habe, würde dadurch beeinträchtigt.

Dazu äußerte sich die Firma Gatekeeper Systems in einer Mail vom 22.05.2015 an Herrn Vasen:

„Ich habe Ihren Einwand bezüglich der Oberfläche bzw. der Haltbarkeit des Pflasters bei unserem Vororttermin wahrgenommen. Wir haben bisher ca. 9000 Installationen weltweit realisiert. Ich kann Ihnen versichern, dass es bezüglich der Schnitte und der Verfüllung der Schnitte bisher keine Reklamationen gab. In dem Einkaufszentrum Weingarten ALDI Süd und Edeka ist es zu einer vergleichbaren Installation gekommen. Unsere Technik sagte mir, dass die Haltbar- und Nutzungsfähigkeit des Pflasters hiervon nicht beeinträchtigt bzw. herabgesetzt wird. “

In seiner Mail vom 16.07.2015 an REWE teilt  Herr Vasen nun mit:

„Ein schneiden bzw. fräsen der neuen Platten wird unsererseits, u.a. auch aus Gewährleistungsgründen, nicht genehmigt. Die einzig fachlich richtige Lösung ist es, den Belag aufzunehmen, die Kabel einzubringen und die Betonplatten fachgerecht neu zu verlegen.“

Diese Auflage des GuT treibt die Kosten für REWE so enorm in die Höhe, dass es sich nicht rechnet.

Es hat zwei Jahre gedauert, bis die Einkaufswagensicherungen bei ALDI SÜD und EDEKA installiert waren. Es ist dort gelungen, das Einverständnis der Eigentümergesellschaft für den Einbau der Induktionsschleifen zu erlangen (obwohl ansässig auf den britischen Kanalinseln mit wechselnden Verwaltungsgesellschaften). Die von Herrn Vasen benannten ästhetischen und Gewährleistungsprobleme spielten im Einkaufszentrum Krozinger Straße keine Rolle.  Die Steine auf dem Platz wurden gefräst, dort war es nicht einmal ein Hindernis, die Sperre auf dem Boden farblich zu kennzeichnen.

Nun kann man zum Einen über Ästhetik trefflich streiten. Aber: Was ist ärgerlicher in Weingarten-West: Ein „gestörtes Fugenbild“ oder die „soziale Ästhetik“  im Stadtteil?

Und zum Anderen, was ist schwerer zu gewichten: Die Zumutung von mit Müll bestückten Einkaufswagen im Stadtteil Weingarten-West oder das Beharren auf einer Gewährleistungspflicht, die wohl nur äußerst unwahrscheinlich in Anspruch genommen werden müsste?

Zudem sind von der fünfjährigen Gewährleistungspflicht bereits ca. drei Jahre abgelaufen. Das äußerst unwahrscheinliche Risiko bestünde also nur noch für ca. zwei Jahre. Die Bereitschaft von REWE, tätig zu werden, besteht aber jetzt.

Ich wende mich an Sie mit der dringlichen Bitte, entsprechend auf das GuT einzuwirken oder sich anderweitig an einer für Weingarten-West guten Lösung zu beteiligen. Vielleicht könnte sich die Stadt ja auch an dem – von ihr durch die unverständliche Auflage verursachten – Mehraufwand für das Verlegen der Induktionsschleifen unter die Steinplatten beteiligen?

Wichtig zu bedenken ist: Für REWE besteht keine Verpflichtung, die Einkaufswagensicherungen einbauen zu lassen. Die Bereitschaft von REWE ist aber jetzt da. Ich hoffe nicht, dass die starre Haltung des GuT dazu führt, dass sich REWE wieder aus der Diskussion verabschiedet und Weingarten-West ein dann – ohne Beteiligung  von REWE – unlösbares Problem hinterlassen wird.

Ich hoffe sehr auf Ihre Mitwirkung an einer guten Lösung. Überlassen Sie unseren Stadtteil nicht der Unnachgiebigkeit des GuT, die sozialen Kosten dafür sind viel zu hoch. Es wäre für Weingarten sehr wünschenswert und wichtig, dass nach den beiden Märkten EDEKA und ALDI SÜD auch der dritte Markt REWE diese Sicherungen einbaut. Damit wäre dann das Problem der frei vagabundierenden Einkaufswagen in Weingarten weitgehend gelöst.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Freudling

Bürgerin Weingartens, die sich weiterhin weigert, sich an die unschönen (aber behebbaren) Zustände im Stadtteil zu gewöhnen

REWE-Einkaufswagen: Brief an die Gemeinderäte vom 20. Juli 2015

Gesendet: Montag, 20. Juli 2015 um 23:55 Uhr

Von: „Sylvia Freudling“ <Sylvia.Freudling@gmx.de>

An: sylvia.freudling@gmx.de

Betreff: Einkaufswagensicherungen bei REWE in Weingarten-West am Else-Liefmann-Platz

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträtinnen und Stadträte,

im Frühjahr dieses Jahres haben die Einkaufsmärkte ALDI SÜD und EDEKA in  Weingarten-Ost Einkaufswagensicherungen einbauen lassen. Herrenlose, mit Müll vollgestopfte Einkaufswagen bestimmen dort nun nicht mehr das Stadtbild. Endlich!

Doch es gibt noch zu tun in Weingarten-West:

Im Mai 2014 teilte Frau Stachorski, die Pressesprecherin von REWE, mit, „eine detaillierte Berechnung der Kosten, die für die Installierung einer Wegfahrsperre  entstehen würden“, habe ergeben, „dass die tatsächlich zu investierende Summe die ursprüngliche Planung weit übersteigt.“ Wirtschaftlich stünde diese Maßnahme in keiner Relation zu den Umsätzen des Marktes.

Der Grund: Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hatte die Verlegung der Induktionsschleifen unter die Platten des Platzes zur Auflage gemacht. Dies hätte den Einbau so erheblich verteuert und das führte letztlich zum Rückzug der glaubwürdigen Bereitschaft von REWE, endlich tätig zu werden und die Sperren einzubauen.

Wie Sie sich sicher vorstellen können, war es nicht ganz einfach, REWE dazu zu bewegen, sich dieser Angelegenheit jetzt wieder neu anzunehmen.

Im April 2015 teilte Frau Stachorski  von REWE mit, dass ein Angebot einer Firma vorliege, das REWE umgehend umsetzen würde. Die Genehmigung der Stadt liege jedoch noch nicht vor.

Bei einem Ortstermin am 11. Mai dieses Jahres mit dem Vertreter der Firma Gatekeeper Systems, mit dem Vertreter von REWE, mit Herrn Vasen vom GuT, mit mir und einer weiteren engagierten Bürgerin schien die Lösung des Problems greifbar nahe.

Doch nun tauchen Hindernisse auf: Für das Verlegen der Induktionsschleifen müssten vor dem Eingang zu REWE auf öffentlichem Gelände Schnitte in einige der dort verlegten Pflastersteine gefräst werden (siehe hierzu die Bilder mit dem Verlegungsplan im Anhang).

Herrn Vasen äußerte hierzu zuerst, dass „ästhetische Argumente“ dagegen sprächen. Fugenverläufe, die nachträglich geschnitten würden, störten das Fugenbild. Und auch die Gewährleistungspflicht der Firma, welche die Platten verlegt habe, würde dadurch beeinträchtigt.

Dazu äußerte sich die Firma Gatekeeper Systems in einer Mail vom 22.05.2015 an Herrn Vasen:

„Ich habe Ihren Einwand bezüglich der Oberfläche bzw. der Haltbarkeit des Pflasters bei unserem Vororttermin wahrgenommen. Wir haben bisher ca. 9000 Installationen weltweit realisiert. Ich kann Ihnen versichern, dass es bezüglich der Schnitte und der Verfüllung der Schnitte bisher keine Reklamationen gab. In dem Einkaufszentrum Weingarten ALDI Süd und Edeka ist es zu einer vergleichbaren Installation gekommen. Unsere Technik sagte mir, dass die Haltbar- und Nutzungsfähigkeit des Pflasters hiervon nicht beeinträchtigt bzw. herabgesetzt wird. “

In seiner Mail vom 16.07.2015 an REWE teilt  Herr Vasen nun mit:

„Ein schneiden bzw. fräsen der neuen Platten wird unsererseits, u.a. auch aus Gewährleistungsgründen, nicht genehmigt. Die einzig fachlich richtige Lösung ist es, den Belag aufzunehmen, die Kabel einzubringen und die Betonplatten fachgerecht neu zu verlegen.“

Diese Auflage des GuT treibt die Kosten für REWE so enorm in die Höhe, dass es sich nicht rechnet.

Es hat zwei Jahre gedauert, bis die Einkaufswagensicherungen bei ALDI SÜD und EDEKA installiert waren. Es ist dort gelungen, das Einverständnis der Eigentümergesellschaft für den Einbau der Induktionsschleifen zu erlangen (obwohl ansässig auf den britischen Kanalinseln mit wechselnden Verwaltungsgesellschaften). Die von Herrn Vasen benannten ästhetischen und Gewährleistungsprobleme spielten im Einkaufszentrum Krozinger Straße keine Rolle.  Die Steine auf dem Platz wurden gefräst, dort war es nicht einmal ein Hindernis, die Sperre auf dem Boden farblich zu kennzeichnen.

Nun kann man zum Einen über Ästhetik trefflich streiten. Aber: Was ist ärgerlicher in Weingarten-West: Ein „gestörtes Fugenbild“ oder die „soziale Ästhetik“  im Stadtteil?

Und zum Anderen, was ist schwerer zu gewichten: Die Zumutung von mit Müll bestückten Einkaufswagen im Stadtteil Weingarten-West oder das Beharren auf einer Gewährleistungspflicht, die wohl nur äußerst unwahrscheinlich in Anspruch genommen werden müsste?

Zudem sind von der fünfjährigen Gewährleistungspflicht bereits ca. drei Jahre abgelaufen. Das äußerst unwahrscheinliche Risiko bestünde also nur noch für ca. zwei Jahre. Die Bereitschaft von REWE, tätig zu werden, besteht aber jetzt.

Ich wende mich an Sie mit der dringlichen Bitte, entsprechend auf das GuT einzuwirken oder sich anderweitig an einer für Weingarten-West guten Lösung zu beteiligen. Vielleicht könnte sich die Stadt ja auch an dem – von ihr durch die unverständliche Auflage verursachten – Mehraufwand für das Verlegen der Induktionsschleifen unter die Steinplatten beteiligen?

Wichtig zu bedenken ist: Für REWE besteht keine Verpflichtung, die Einkaufswagensicherungen einbauen zu lassen. Die Bereitschaft von REWE ist aber jetzt da. Ich hoffe nicht, dass die starre Haltung des GuT dazu führt, dass sich REWE wieder aus der Diskussion verabschiedet und Weingarten-West ein dann – ohne Beteiligung  von REWE – unlösbares Problem hinterlassen wird.

Ich hoffe sehr auf Ihre Mitwirkung an einer guten Lösung. Überlassen Sie unseren Stadtteil nicht der Unnachgiebigkeit des GuT, die sozialen Kosten dafür sind viel zu hoch. Es wäre für Weingarten sehr wünschenswert und wichtig, dass nach den beiden Märkten EDEKA und ALDI SÜD auch der dritte Markt REWE diese Sicherungen einbaut. Damit wäre dann das Problem der frei vagabundierenden Einkaufswagen in Weingarten weitgehend gelöst.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Freudling

Bürgerin Weingartens, die sich weiterhin weigert, sich an die unschönen (aber behebbaren) Zustände im Stadtteil zu gewöhnen.

Vielleicht wird’s doch auch bald was bei REWE …?

Nachdem EDEKA und ALDI Einkaufswagensperren eingebaut haben und dies seit Monaten immer wieder als großen Erfolg bezeichnen, steht noch die Frage, ob  das Thema der vielerorts herumstehenden Einkaufswagen, z.T. mit Müllablagerungen, die das Bild des Stadtteils verschandeln, für Weingarten endlich abgeschlossen werden kann – durch den Einbau von Einkaufswagensperren auch beim REWE-Markt am Else-Liefmann-Platz, ob Hürden bei der Stadt Freiburg und bei REWE überwunden werden können…  Erfolg und Nutzen bei EDEKA und ALDI für die Märkte und für die Weingartnerinnen und Weingartner kann hierbei Ansporn sein. Zum aktuellen Stand:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg-suedwest/weitere-verhandlungen-sind-noetig–113170120.html

 

 

 

REWE: Sperre gegen Wagenklau lässt noch auf sich warten

Die Einkaufsmärkte ALDI-SÜD und EDEKA in Weingarten haben im März 2015 gehandelt und Wegfahrsperren für Einkaufswagen eingebaut. Beim  REWE-Markt gibt es aber noch Handlungsbedarf.  Das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg stellt Bedingungen für den Einbau der Wegfahrsperren, die REWE noch Kopfzerbrechen bereiten.

Die Badische Zeitung vom 01.08.2015:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg-suedwest/sperre-gegen-wagenklau-laesst-noch-auf-sich-warten–108743887.html

Ein kleines Detail zum Thema Einkaufswagen und Neues Müllkonzept in Weingarten:
http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/leserbriefe-xuplvv2yx–108311010.html

 

Einkaufswagen: ALDI und EDEKA haben gehandelt

Am Samstag 28. März 2015 helfen Aktive überraschten Kunden von Aldi und Edeka beim Umpacken vom Einkaufswagen in den Einkaufstrolley, von manchen auch „Hackenporsche“ genannt. Und sie versüßten das jetzt notwendige Umgewöhnen mit einem Stückchen Kuchen. Ein Clown tröstet und weist den Weg.


Die Badische Zeitung hatte schon am 03. März 2015 davon berichtet, dass die Schleifen verlegt sind, die nun das Wegfahren seit dem 26. März verhindern:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg-suedwest/die-schleifen-liegen-schon–101234529.html