vom Müllspielplatz zum Müllhäuschen – eine wahre Geschichte! (zu 50 Jahre Weingarten)

Müllspielplatz? Spielplätze!!

Am Anfang ein Rundgang. 20 Leute. Von der K78 zur K52: 3 – 4 Kinderspielorte: Backstube, Spielturm: viel Werkzeug, Kinderzuflucht im Winter, Spielplatz für die Kleinen, Plauderplatz für Mütter und Väter, Abenteuerplatz für Pubertisten. Da, genau in der Mitte, wie vom Himmel gefallen, von 22 Stockwerken, von 122 Haushalten, etwa 2 Dörfern: der – reguläre – Riesenmüllhaufen, Plumpsklo des höchsten Freiburger Wohnhauses? Und da, ganz dicht dran: die Kinder. Im Stadtteil der Zukunft. Elender Dreck. Riesenschock, fast gleichzeitig für mindestens drei, einen von der fsb, einen vom forum und einen Bewohner.

Briefe, „Gespräche“. Stadtobere, VerwalterInnen, HonoratiorInnen: Erstaunen, weit mehr als 10 Jahre nicht gesehen. Gequältes Eingestehen stinkender Tatsachen. Taube Ohren viele, viele. StadträtInnen: keine Handvoll will’s sehen, noch weniger interessiert’s – einzelne doch. Das Kinderbüro findet den Weg nicht, zitiert später Kinderdetektive: Zu X % mit ihrem Stadtteil zufrieden. Für sie, der Besuch des Münsters eine Weltreise zu einem Weltwunder – was würden sie sagen, beim Gang durch Herdern oder ’s Vauban? Würd’ man sie fragen. Und was die Kinder von dort, zu diesem Dreck? Wegschieben: ASF und BMin für Abfall und Jugend schreiben von Müll: Alle reden von Kindern. Wir nicht.

Sonntagsfrühstück am Müllspielplatz. Gut besucht, weißes Tischtuch, klassische Musik live, Kaffee. Ein Professor spricht: sachkundig, kindorientiert, ermutigend. Die BZ: Spielen mit Blick auf den Müllplatz. Kein schöner Anblick.

Doch wieder harzt’s, Boykott? Das GuT: Müllhaus am anderen Ort nicht genehmigungsfähig, im Plan von 1969 (!) seien eingezeichnet: Schrebergärten. Doch durchquerte das Feld längst die neue Radautobahn. Bike first in green city. Und Weingarten’s Kinder?

Überraschend: hilfreiche Geister, subversive Infos aus dem Rathaus, nützliche Einblicke. Ab und Auf. So 2 ½ Jahre. Dann: Messungen, Bagger, Bauleute – neues Müllhaus. Der, jetzt verschwundene, Haufen: Geburtsstunde der bi4w.

Und die Drei? Einer besorgte das Geld, genau will man nicht wissen wie viel, knapp 6-stellig heißt es, einer wuselte hilfreichst!!! an verschiedensten Stellen, einer schreibt’s jetzt auf.

Die einstige Ekelstelle: neu eingesät, Wiese. Ihr in K52, habt recht, Müllspielplatz ein übles Wort, pardon, das braucht’s jetzt nicht mehr. Und die Kinder? Sie wissen nicht mehr wie’s war. Ein Glück.

co bi4w 3/2017

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