bi4w-Leserbrief vom 13.03.2017 zur Konzeption der Quartiersarbeit in der Badischen Zeitung

http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/buergerinnen-und-buerger-des-quartiers-muessen-eine-wichtige-rolle-spielen–134460728.html

QUARTIERSARBEIT

Bürgerinnen und Bürger des Quartiers müssen eine wichtige Rolle spielen

Zu den Berichten „Konzepte fürs Quartier“ (10. Februar), „Gemeinderat diskutiert über Quartiersarbeit“ (9. März) und „Ringen um die Zukunft der Quartiersarbeit“ (11. März).

Bei der Gestaltung der Quartiersarbeit müssen Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen Quartiers eine wichtige Rolle spielen: also im Quartier präsente Institutionen, Vereine, Kirchengemeinden, Sozialeinrichtungen und andere – nicht nur der oft kleine, übliche Bürgerverein, sondern die Menschen, die im Stadtteil leben und arbeiten. Runde Tische, Stadtteilkonferenzen, die ihren Stadtteil in seiner Breite repräsentieren, sind die richtigen Adressen und die passenden Partner für die Träger der Quartiersarbeit: für Beratung, Beobachtung der Entwicklung, Kritik. Den realen Bedarf in ihrem Stadtteil – so die Erfahrung – sehen die Bürger oft genauer als das Rathaus oder Einrichtungen der Gesamtstadt. So ist diese Kenntnis des Quartiers für eine sachbezogene, stadtteilspezifisch passende Quartiersarbeit nicht ersetzbar. Dabei bleiben wichtige Aufgaben für die Gesamtstadt: Gewichtung von Bedarf, gerechte Vergabe der Mittel, Finanzkontrolle, wissenschaftliche Auswertung. Aber nicht zentrales Dirigieren. Das Quartier muss mitsteuern. Quartiersarbeit ist nicht (nur) Instrument der Stadt, sondern Arbeit im, fürs und mit dem Quartier! Beim Subsidiaritätsprinzip ist die Aktivität der übergeordneten Stelle: helfen. Subsidium heißt ja Hilfe. Die „bi4w“ (Bürgerinnen und Bürger initiativ für ein gutes Leben in Weingarten) sehen im Gutachten zur Quartiersarbeit wichtige Punkte: so das Einbringen von Sozialindikatoren, den Hinweis, dass wohlsituierte Stadtteile beachtliche Beträge erhalten und mächtigen Steigerungsbedarf ausweisen. Drücken sich hier Lobbyismus und politischer Klienteleinfluss aus? Wir hoffen, dass der Gemeinderat bei seinem Beschluss dafür nicht blind ist. Freiburg hat wichtige soziale Aufgaben der Gesamtstadt in einzelnen Stadtteilen platziert. So bedauern wir, dass in solchen gutachterlich jetzt als besonders bedürftig qualifizierten Stadtteilen zum Teil äußerst destruktiv gegen Träger polemisiert wurde. Die „bi4w“ jedenfalls sehen in einer bedarfsgerechten, subsidiär durchgeführten und vom Stadtteil mit gesteuerten Quartiersarbeit (nach einer leidigen Etappe) eine echte Chance zur Entwicklung ihres Quartiers. Nichtwählen und populistisches Wahlverhalten werden schnell gestärkt – wem kann das gleichgültig sein? Berthold Metz, Sylvia Freudling, Konrad Braun, Beate Pöhl, Reiner Pöhl, Barbara Zwick, Michael Zwick, Susanne, Drost, Volker Radimirsch, Martina Pawellek, Harald Pawellek, alle Freiburg

 

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