Binzengrün 34

Einige Diskussionspunkte zum möglichen Verkauf von Binzengrün 34

1.
Wenn die Mieter/innen nach der Renovation in das Haus Binzengrün 34 zurückkehren wollen, ist das für sie möglich. Wenn – was ja möglich ist – alle zurückgingen, würde es ein renoviertes Hochhaus mit 100% Mietern; ansonsten würde es ein Haus mit dem Anteil von Mietern, die sich für eine Rückkehr interessieren; ob es ein Haus von Mietern und / oder Eigentümern wird, liegt in der Entscheidung der jetzigen Bewohner/innen; und falls die jetzigen Bewohner/innen als Mieter/innen (oder Eigentümer/innen) nicht zurückkehren wollen, ist es auch ihre eigene Entscheidung. – In jedem Fall kommen Mieter / Eigentümer in ein renoviertes Haus, wohl mit dem Renovationsstandard der drei anderen Hochhäusern in der Nachbarschaft (Bugginger Str. 2 und 50, Binzengrün 9).

2.
Bisher erschien es nicht als eine schlechte Lösung, Wohnungen nur teilweise an Eigennutzer/innen zu verkaufen und teilweise zu vermieten. Die Stadträtin der UL, Irene Vogel, hat diesen Vorschlag gemacht. In einem Radio Dreyeckland-Interview sprach sie von je 50 %, dabei wäre ein Mieteranteil gesichert.

3.
Die Preise für den Verkauf müssen auf jeden Fall reduziert werden: Durch Verhandlungen mit der öffentlichen Firma Stadtbau, die ja eigentlich einen Versorgungsauftrag hat und die ja auch an anderen Orten in der Stadt schon sozialverträgliche(re) Angebote entwickelt hat; auch durch politischen Druck muss auf eine Reduktion der Preise hingewirkt werden; öffentliche Gelder mit Förderprogrammen für Familien, Seniorenprojekte o.ä. sind dazu nötig. Der Bürgerverein Weingarten will wohl in die Richtung Preisreduktion arbeiten. – Dass die monatlichen Kosten für Kredite die Mietkosten nicht (ernsthaft) überschreiten (wie der Bürgerverein vermutet), müsste gesichert sein; denn immerhin ist ja auch eine gewisse Eigenkapitalsumme zu stemmen.

4.
Wenn die Freiburger Stadtbau Wohnungen im Binzengrün 34 verkauft, muss sie dazu verpflichtet werden, in anderen Stadtteilen Mietwohnungen / Sozialwohnungen in gleichem Umfang zu schaffen:
– z.B. durch Bau von sozial gebundenen Wohnungen in anderen Stadtteilen (auch wenn die Bodenpreise dort teurer sind; aber hat OB Salomon nicht vor Kurzem in der BZ erklärt, dass Freiburg eine reiche Stadt sei?),
– oder durch Verlängerung von Belegungsbindungen für Sozialwohnungen.
Das Ganze wäre ja auch im Sinne des 50/50–Beschlusses des Gemeinderats von vor ein paar Wochen. –
Zu bedenken wäre hier allerdings auch, dass eine beträchtliche Ausweitung von Mietwohnfläche / Sozialwohnungen in den o.g. drei schon renovierten Hochhäusern bereits stattgefunden hat; auch im Hochhaus Binzengrün 34 soll zusätzliche Wohnfläche entstehen.

5.
Am besten aber ist doch eine Lösung mit dem Mietshäuser Syndikat (www.syndikat.org). Die Leute können sich da mit wenig Eigenkapital ein lebenslanges Wohnrecht sichern (Schutz vor Eigenbedarf), sie sind meist an längerfristigem Wohnen interessiert (so ist das Wachsen von stabilen Nachbarschaften möglich, es fördert längerfristiges Leben und Sich-engagieren im Stadtteil, Spekulation ist nicht nur auf 10 bis 15 Jahre ausgeschlossen, es ist günstig für den Erhalt der Bausubstanz, Geringverdiener haben Einstiegs-/Mitwirkungsmöglichkeit u.a.).

26.08.2015 sf+kb

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