Brief an Bürgermeisterin Stuchlik vom 31.03.2015

bi4w – Bürgerinnen und Bürger initiativ für ein gutes Leben in Weingarten

E-Mail: bi4w@gmx.de

 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Stuchlik,

Anfang September letzten Jahres, am 08.09.2014. haben wir Ihnen und anderen verantwortlichen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Weingarten und Freiburg mitgeteilt, wie schockiert wir über die Tatsache und den Zustand des Müllplatzes zwischen zwei Spielplätzen waren. Das sind wir immer noch.

Wir erlauben uns, Sie hier noch mal an den Brief zu erinnern:

https://bi4w.wordpress.com/2014/09/08/mullspielplatz-weingarten-mail-an-zustandige-und-interessierte-burgerinnen-und-burger-in-weingarten-und-freiburg/

Auf der Seite www.bi4w.wordpress.com sind auch Fotos von der Situation von Sommer und Herbst 2014 sowie vom Frühjahr 2015 eingestellt, durch die Sie sich ein eigenes Bild vom Zustand und dessen (Nicht)Veränderung machen können:

Hier zu Ihrer Information die Fotos
– vom 08. August 2014:
https://bi4w.wordpress.com/2014/08/08/fotos-vom-mullspieplastz/
– vom 27. September 2014:
https://bi4w.wordpress.com/2014/10/03/test-galerie-keinderfest/
– vom 01. März 2015:
https://bi4w.wordpress.com/2015/03/02/01-03-2015-die-situation-nach-einem-halben-jahr/

Wir vermissen bis heute Ihre Antwort auf unseren Brief.

Hierzu heute drei Punkte:

  1. Auf eine Nachfrage unsererseits bei der ASF, die Ihnen bzw. Ihrem Dezernat II unterstellt ist, erhielten wir von der ASF am 1.10.2014 folgende Antwort:

„Innerhalb der Stadtverwaltung ist die ASF dem Zuständigkeitsbereich des Dezernats II zugeordnet, das ebenfalls Ihren Rundbrief erhalten hat. Folglich werden Sie in Kürze eine Stellungnahme von Frau Bürgermeisterin Stuchlik zum angesprochenen Thema erhalten. Eine separate schriftliche Reaktion der ASF ist in diesem Fall nicht üblich.“

Ihre hier angekündigte Stellungnahme als vorgesetzter Stelle von ASF ist bei uns leider immer noch nicht eingegangen.

  1. Frau Rasem hatte sich als Vertreterin der Bürgermeisterin angekündigt, um an einer Ortsbegehung am 03.03.2015 mit Vertretern von Stadtbau, Forum Weingarten, Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil sowie auch Unterzeichnern unseres o.g. Briefes teilzunehmen. Leider ist Frau Rasem nicht erschienen. Dies ohne Nachricht an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (das jedenfalls nach Stand vom 03.03.2015). Wie wir später informell gehört haben, hat Frau Rasem den Ort nicht gefunden. Wie auch immer, ein Kontakt Ihrer Behörde zu der Sache des „Müllspielplatzes“ ist so immer noch nicht zustande gekommen.

Dies ist sehr bedauerlich, weil Sie, Frau Bürgermeisterin Stuchlik, mit ihrem Dezernat II sowohl für Abfall- und Umweltfragen wie auch für die Belange von Jugend, Schule und Bildung, und somit für die beiden im Konflikt stehenden Aspekte zuständig sind.

Über diese Begehung haben wir übrigens unseren Eindruck protokollartig niedergeschrieben, hier zu Ihrer Information:

https://bi4w.wordpress.com/2015/03/14/03-03-2015-begehung-des-mullspielplatzes-mit-vetretern-von-stadtbau-forum-weingarten-und-burgerinnen-des-stadtteils/

Nach ca. einem halben Jahr steht Ihre Stellungnahme zum Thema aus. Die Gelegenheit, dies – nach Nichtbeantwortung des Briefes vom September 2014 – bei der Begehung am 03.03. wie erhofft nachzuholen oder sich dabei zumindest mit Gegebenheiten, Argumenten und Beteiligten bekannt und vertraut zu machen, ist bedauerlicherweise bislang nicht wahrgenommen worden.

  1. Wir bitten Sie deshalb erneut, dass Sie sich für die Beendigung dieses Zustandes engagieren.

Im Einzelnen fragen wir Sie:

– Welche Stellung nehmen Sie zum Anliegen des Briefes von bi4w, Stichwort: „Müllspielplatz Weingarten“, ein?

– Was werden Sie zur Behebung des beschriebenen Missstandes tun bzw. beitragen?

– Welchen Zeitrahmen setzen Sie sich?

Zu den zahlreichen mündlichen und schriftlichen Reaktionen aus Bürgerschaft, von Akteuren im Stadtteil, von Kommunalpolitikern u.a. können wir gegenwärtig sagen,

– dass der beschriebene Sachverhalt von niemandem in Frage gestellt oder bestritten wird und

– dass sehr deutlich Handlungsbedarf gesehen wird.

Der Fokus liegt für uns – nicht erst nach der fortschreitenden Diskussion – vor allem auf der Feststellung, dass es sich zwar zum einen um ein Müllproblem handelt, dass aber Kernpunkt und Skandal die Missachtung der Kinder ist. Die Frage ist: Lässt es die Stadt sehenden Auges zu, dass Kinder aus sozial schwachen Schichten am Müllplatz aufwachsen?

Wir hoffen sehr ernsthaft auf einen baldigen konstruktiven Dialog der Beteiligten und freuen uns auf Ihre Antwort, die wir im Rahmen unserer Arbeit gerne – auch über unsere Homepage – allen Interessierten zugänglich machen würden, wofür wir Sie hiermit gleich um Erlaubnis bitten.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Pawellek und Konrad Braun
(bi4w)

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